Polar Access Fund: eine Bilanz der Edition 2018

8 Januar 2019

Im Jahr 2018 vergab der Polar Access Fund erstmals Stipendien an Studierende, um deren Forschungsarbeiten rund um das Thema Erderwärmung voranzutreiben. Fokus auf ein Programm, das Studierende bedeutender Schweizer Forschungszentren zusammenbringt und in die entlegensten Regionen der Welt entsendet.

PAF: ein anspruchsvolles Programm

Um Unterstützung durch den Polar Access Fund können sich Doktoranden und Postdoktoranden Schweizer Universitäten und Forschungsinstitute bewerben. Die jungen Forschenden und Studierenden kommen aus verschiedenen Fachgebieten, aber eines ist ihnen gemein: Sie untersuchen Naturereignisse in Polarregionen, die im Zusammenhang mit der globalen Erwärmung stehen. Am Ende der Bewerbungsfrist tritt ein Expertenpanel zusammen, um die Projekte auszuwählen, die unterstützt werden sollen, und die Förderungshöhe der jeweiligen Expedition zu bestimmen. Bei den Auswahlkriterien stehen der Mehrwert der Reise für die Forschung und die wissenschaftliche Relevanz des Projekts im Vordergrund.

Ganz unterschiedliche Forschungsgegenstände

2018 unterstützte der Fund fünf Forscher, darunter drei Frauen, aus vier verschiedenen Schweizer Hochschulen und Forschungseinrichtungen (Universität Zürich, ETH Zürich, Paul Scherrer Institut und Bundesanstalt für Wald-, Schnee- und Landschaftsforschung). Im Sommer 2018 reisten die Doktoranden nach Grönland, Sibirien oder Bhutan, um Proben zu entnehmen und Naturereignisse zu beobachten.

Bei den Forschungsgegenständen herrscht thematische Vielfalt: von schmelzenden Gletschern über mikrobielle Gemeinschaften in zugefrorenen Seen bis zu Aerosolen in der Arktis. All diese Objekte unterliegen Veränderungen auf Grund der globalen Erwärmung und sind deutliche Indikatoren für diese. Die Untersuchung dieser Phänomene ist entscheidend, wenn es darum geht, die Auswirkungen des Klimawandels auf unseren Planeten abzuschätzen.

Eef van Dongen war beeindruckt, als er dem Kalben von Gletschern, also dem Abbrechen größerer Eismassen bei Gletschern, endlich einmal live beiwohnen konnte: „Nachdem wir uns fast ein Jahr lang mit der Theorie des Gletscherkalbens beschäftigt hatten, war es sehr beeindruckend live dabei zu sein und zu sehen, wie ein Gletscher zerbricht. Ich habe nicht damit gerechnet, dass die Eisberge einen solch ohrenbetäubenden Lärm machen, wenn sie zerbrechen und ins Meer stürzen. Es ist, als würde man den Donner hören.“

Stipendienbewerbungen 2019 laufen

Bewerbungen für die diesjährige Ausgabe können bis zum 15. Januar 2019 eingesandt werden. Pro Projekt können Stipendien in Höhe von bis zu CHF 20’000 vergeben werden.

Für weitere Informationen zu den Projekten des vergangenen Jahres schauen Sie bitte auf die Website des SPI.

 

2016 hat sich die Stiftung BNP Paribas Schweiz mit dem Swiss Polar Institute zusammengeschlossen, um jungen Forschern die Teilnahme an einer Antarktisexpedition zu ermöglichen. Nach dem Erfolg und auf Grund der Bedeutsamkeit eines solchen Projekts gründeten die Stiftung und das SPI im Jahr 2018 den Polar Access Fund mit dem Ziel, junge Menschen bei ihren Forschungsarbeiten rund um das Thema Klimawandel finanziell zu unterstützen.